Hauptausschuss im Zeichen der Olympischen Ringe

Was spricht für Olympische und Paralympische Spiele in Düsseldorf? Das war eine der Kernfragen der gestrigen Hauptausschusssitzung des Stadtsportbundes Düsseldorf e.V. Im Deutschen Tischtennis-Zentrum am Staufenplatz trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Fachschaften der verschiedenen Sportarten. Der Hauptausschuss ist das zweithöchste Gremium des SSB hinter der Mitgliederversammlung.

Eine Stunde lang drehte sich alles um die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele für die Jahre 2036 bis 2044. Und es zeigte sich, der organisierte Sport steht hinter der Bewerbung! Die Vereine wollen für ein Ja beim anstehenden Ratsbürgerentscheid werben.

Laut Konzept sollen die meisten Wettbewerbe in Düsseldorf ausgetragen werden. Bernhard Schwank, Abteilungsleiter Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei des Landes NRW, und Martin Ammermann, COO Sports bei D.Live, präsentierten das Düsseldorfer Konzept für die Bewerbung, anschließend richtete die amtierende Paralympics-Siegerin im Rollstuhltischtennis, Sandra Mikolaschek von Borussia Düsseldorf, den Blick auf die Perspektive der Sportler.

Das Konzept für Olympia an Rhein und Ruhr setzt auf Teamwork und Nachhaltigkeit. Insgesamt 17 Städte wollen die Spiele gemeinsam ausrichten, alles in bereits vorhanden oder temporär zu errichtenden Sportstätten, etwa einem spektakulären Beach-Volleyball-Stadion auf den Oberkasseler Rheinwiesen.

Die meist gestellte Frage: Was haben die Sportvereine von einer Olympiabewerbung? Insgesamt 600 Millionen Euro investiert das Land NRW in den nächsten Jahren in die Sanierung von Sportstätten im Land.  Mit einer Million Euro wird die Aus- und Fortbildung von Übungsleitungen unterstützt. 3,5 Millionen Euro fließen in bessere Bezahlung von Trainerinnen und Trainern im Leistungssport.

Worum es aber abseits des finanziellen geht, das brachte Sandra Mikolaschek auf den Punkt: „Olympische und Paralympische Spiele sind der Traum eines jeden Sportlers!“ Sie selbst hat dreimal schon an Paralympischen Spiele teilgenommen, in Rio, Tokio und Paris, 2024 gewann sie Gold im Rollstuhltischtennis. „Die Spiele waren immer mein Traum, seit ich die Eröffnungsfeier in Peking 2008 im Fernsehen gesehen habe. Das sind Erfahrungen, die wünscht man sich als Sportler und das ist für viele ein Antrieb. Olympische und Paralympische Spiele in Düsseldorf wären ein Traum.“

In den Düsseldorfer Sportvereinen trainieren schon heute viele Talente, die 2036, 2040 oder 2044 an den Spielen teilnehmen könnten. Sei es im Taekwondo, Judo, in der Leichtathletik, im Rudern oder im Handball. Für sie wären die Spiele an Rhein und Ruhr mehr als eine kurzfristige Motivation, alles zu geben.

Da waren sich am Ende die Vertreter des Hauptausschusses einig. Mit Infomaterialien und Flyern wollen die meisten jetzt in ihren Vereinen Werbung machen, damit der Ratsbürgerentscheid am 19. April positiv endet. Denn nur, wenn die Mehrheit mit „Ja“ stimmt, lebt der Traum von Olympischen und Paralympischen Spielen in Düsseldorf weiter.

Der Traum kann nur dann weiterleben, wenn mindestens 10% der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer an der Entscheidung teilnehmen. Davon müssen dann 50% mit JA gestimmt haben, damit Düsseldorf im Bewerbungsprozess dabei bleibt.